So leicht geht’s ohne Plastik

Durch das Ändern von Gewohnheiten lässt sich so viel Plastikmüll vermeiden. Ein Umdenken ist wichtig, denn Momentan wird zu viel Müll auf der Welt hinterlassen und wir wissen gar nicht mehr wohin damit.

Nirgendwo in Europa wird mehr Plastik produziert als in Deutschland. Jahr für Jahr werden Millionen Tonnen Plastik ganz selbstverständlich nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Gut, dass sich auch die EU nun Gedanken macht, Einweg-Produkte zu verbieten. Doch noch besser ist es, seine seine Einkaufsgewohnheiten zu hinterfragen. Als ich vor mehr als drei Jahren damit anfing, auf Plastik zu verzichten, waren die ersten Schritte sehr müßig. Doch mit der Zeit haben sich meine Wege und Gewohnheiten geändert und nun geht alles ganz leicht von der Hand. Mit diesen sieben Tipps wird der Verzicht auf Plastik ganz einfach:

  • Tasche, Korb oder Rucksack zum Einkaufen mitnehmen. Eigene (Stoff-)Beutel für Obst und Gemüse nutzen.
  • Wurst, Fleisch, Fisch und Käse möglichst an der Theke kaufen. Das spart schon viel Verpackungsmüll. Am besten bringt man sein eigenes Behältnis mit. Viele Läden machen dabei schon mit. Meist dürfen die Verkäufer die Dosen nicht über die Theke nehmen, aber der Transfer auf der Theke klappt meist ganz gut.
  • Gemüse lose kaufen – am besten Biogemüse. Das ist schadstofffrei und wird im Einklang mit der Natur angebaut. Das gewährleistet, dass unsere Kinder noch genügend fruchtbaren Boden und Trinkwasser haben. Loses Gemüse gibt es auf dem Markt, in Hofläden oder unverpackt in Bio-Läden.

  • Verzicht auf Einwegplastik wie Plastikbecher, Strohhalme, eingeschweißte Kekse, Werbeartikel, Postwurfsendungen in Folien. Statt einen Coffee-to-go-Becher zu nehmen lieber einen eigenen Becher mitbringen.
  • Glas statt Plastik: Getränke, Milch, Joghurt und Sahne gibt es in Pfandflaschen. Eingemachtes Gemüse und Obst gibt es auch im Glas. Nudeln, Tiefkühlgemüse und Eis gibt es auch im Karton, Schokolade unverpackt in Schokoladenläden, Kekse kann man lecker selbst backen. Viel Plastikverpacktes ist sowieso ungesund (Fertigprodukte, Snacks oder Süßigkeiten) oder nicht wirklich notwendig (flaschenweise spezialisierte Reinigungsmittel oder Pflegeprodukte).
  • Leitungswasser trinken: Leitungswasser ist gesund, gut geprüft und verursacht keine Transportkosten. Füllen Sie für unterwegs eine beliebige leere Glasflasche mit Leitungswasser auf. Glas ist geschmacksneutral und kann hygienisch gereinigt werden. Für den sicheren Transport unterwegs gibt es Flaschenschutzhüllen. Wer lieber spritziges Wasser möchte, kann sich einen Trinkwassersprudler mit Glasflaschen besorgen.
  • Seife nutzen: Ein Stück Naturseife wäscht Hände, Körper und sogar Haar und kommt mit wenig bis gar keiner Verpackung aus. Während sich in Duschgel häufig Mikroplastik befindet, sind gute Seifen rückfettend und halten ewig.

Am Samstag, 23. Juni, bieten Pia Winterholler und Sarah Schützenberger eine Tour durch Augsburg an. Dabei werden Tricks zum Müllvermeiden gezeigt, die ganz einfach in den Alltag zu integrieren sind. Ganz nebenbei können die Teilnehmer noch ihren Einkauf erledigen. Grundausstattung: Baumwollsäckchen, Dosen, Gläser mit Schraubdeckel. Treffpunkt ist um 11 Uhr vor dem Café Anna. Die Veranstaltung dauert etwa eineinhalb Stunden, danach klingt sie im Café Dreizehn aus. Eine Anmeldung an sarah@plastikfreies-augsburg.de ist erwünscht.

Dieser Text gehört zur Kolumne “Einfach Machen” in der Augsburger Allgemeine

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