Seife statt Duschgel – Plastikfasten im Bad

Gerade im Bad tummeln sich unzählige Flaschen, Tuben und Tiegel. Sie sind nicht nur aus Plastik, häufig ist auch Plastik darin enthalten. Doch der Reihe nach …

Um Verpackung und vor allem Plastik einzusparen, gibt es nichts Besseres als ein Stück (hochwertiger) Seife. Die gibt es in unterschiedlichen Düften und Zusammensetzungen und eignet sich für Hände, Körper und Haare. Und keine Angst: Die innerfamiliären Viren und Keime tummeln sich eher an einem Handtuch als an einem Seifenstück. Bei der Flüssigseife ist das anders: Die Pumpvorrichtung muss immer gedrückt werden und seien wir ehrlich: Wer reinigt diesen Knopf nach dem Händewaschen?

Seife ist gut für Haut und Haar

Eine gute Seife reinigt nicht nur zuverlässig die Hände, sie ist mehr oder weniger überfettet und pflegt dabei obendrein Haut und Haar. Die Auswahl an schönen Seifen ist schier grenzenlos. Sie sind aus Olivenöl, mit Lavendel oder ätherischen Ölen.

Grundsätzlich kann jede Naturseife von Kopf bis Fuß verwendet werden. Dazu gibt es noch sogenannte Spezialseifen, die je nach Zusammensetzung und Inhalt für bestimmte Zwecke gedacht sind:

  • Haar-/Shampooseifen
    Sie ersetzen konventionelle und flüssige Shampoos. Oft enthalten sie leichte Öle, die das Haar nicht nur pflegen sondern effektiv reinigen. Es empfiehlt sich im letzten Spülgang eine saure Rinse (1 Schuss Essig/Zitronensaft auf einen Krug Wasser) übers Haar zu gießen. So werden die Haare angenehm weich.
  • Peelingseifen
    Wie der Name verrät: Durch entsprechende Zusätze wie Salz, Mohn oder Mandeln wird die Seife zu einer Mischung aus Seife und Peeling – quasi ein 2in1 Produkt.
  • Rasierseifen
    Zusätze wie Kaolin und Öle bilden durch die Verseifung einen besonders stabilen Schaum. Daher eignen sich diese Seifen besonders für die Gesichts und Körperrasur.
  • Kaffee-/Küchenseifen
    Sie eignen sich durch den enthaltenen Kaffee besonders, um in der Küche die Finger vom Geruch von Knoblauch, Zwiebeln oder Fisch zu befreien.

Darüber hinaus gibt es noch viele, viele weitere Spezialseifen wie Milchseifen, Gärtnerseifen, Schwefelseifen, Salzseifen, Körperbutterseifen oder Gesichtsseifen. Die Welt der Seifen ist bunt, schillernd und vielfältig, aber vor allem eins: ohne schädliche Zusätze für Haut und Körper und plastikfrei/verpackungsarm erhältlich. Besonders häufig wird Olivenöl in den Seifen verwandt, da es auf der Haut besonders pflegend sein kann – wie immer ist alles individuell. Kokosöl hingegen kann in hohen Konzentrationen die Haut austrocknen, sorgt allerdings für einen großporigen Schaum. Sheabutter in Seifen ist ebenfalls pflegend, schäumt verseift aber kaum.

Gerne werden in Naturseifen auch ätherische Öle verwandt, es herrscht Uneinigkeit darüber, ob die Wirkstoffe die Verseifung überstehen, auf jeden Fall sagt man Lavendel neben beruhigender Wirkung auch eine reinigende Wirkung nach, während Eukalyptus nicht nur Reinigend sondern auch förderlich bei Erkältungen ist. Orange ist stimmungsaufhellend. Auch hier: Die Bandbreite ist riesig und die Kombinationsmöglichkeiten schier unerschöpflich.

Kernseife eignet sich dagegen nicht für den Körper, da sie keine hautpflegenden Bestandteile besitzt. Sie kann die Haut austrocknen und sogar reizen. Zudem enthalten die meisten Kernseifen umwelt- und gesundheitsschädliches EDTA. Kernseife ohne EDTA eignet sich gut als Putzmittel.

Kosmetik – was brauche ich wirklich?

Doch nun zu den anderen Tübchen und Tiegelchen. Die Industrie gaukelt uns vor wir bräuchten unzählige Mittelchen um uns zu pflegen, schön, gesund und jung zu bleiben. Doch was brauchten wir wirklich? Das ist sicherlich bei jedem anders. Doch wer minimalistisch werden möchte, kommt mit folgenden Mittelchen aus. Sie findet man in jeder Drogerie oder im Reformhaus.

Öle

  • Auf den Hauttyp abgestimmt
  • Pur für den gesamten Körper incl. Gesicht. Pur auf feuchtem Haar als Kur.

Apfelessig

  • Als Spülung nach dem Haare waschen (1 – 2 EL auf ½ – 1 l Wasser),
  • 1:1 mit Wasser gemischt als Gesichtswasser. Außerdem: gegen Pickel und Unreinheiten
  • Als Gesichtswasser strafft er auch die Haut.

Natron

  •  Deo, pur mit einem Pinsel oder Wattebausch in die Achselhöhle aufgebracht
  •  Shampooersatz = 1 EL auf ½ l Wasser gemischt, wie Shampoo anwenden.
  • 1 Handvoll ins Badewasser statt eines Badezusatzes (=basisch)
  • Als Peeling anwenden (pur), gemischt mit Kokos und Xylit als Zahncreme

Seife

  • Händewaschen
  • Duschgelersatz
  • Shampooersatz
  • Rasierschaum

Achtung Mikroplastik!

Wer dennoch nicht auf seine Lieblingspflegeprodukte verzichten kann, sollte zumindest überprüfen, ob sie Mikroplastik enthalten. Kosmetikproduzenten geben vielen Produkten winzig kleine Plastikpartikel hinzu, damit Haut und Haar fülliger aussehen. Das ist von zweifelhafter Qualität für die Haut und hat katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt. Die Partikel sind so winzig, dass Kläranlagen sie nicht herausfiltern können und somit Wasser und Umwelt nachhaltig schaden.

Nach wie vor enthalten unzählige Kosmetikprodukte Mikroplastik. Die kreativen Bezeichnungen und Umschreibungen machen es zum Teil schwer, den Dschungel zu durchdringen. Eine große Hilfe sind dabei Apps wie Codecheck, die einem nach Scannen des Strichcodes kurz und knapp sagen können, welche bedenklichen – oder unbedenklichen – Stoffe im jeweiligen Produkt zu finden sind.

Und woran erkennt man, ob man Produkte im Badezimmerschrank stehen hat, die Mikroplastik enthalten? Gute Hinweise sind Inhaltsstoffe wie „Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder „Polyethylenterephtalat“ (PET). Flüssige Kunststoffe sind dagegen schwer zu entdecken. Da ist es gut, sein Produkt mit Codecheck zu durchleuchten. Wenn Plastik enthalten ist, am besten im Regal stehen lassen. Da es bisher keine gesetzlichen Regelungen gibt, sollten wir mit unserem Geldbeutel abstimmen: Wenn die Produkte keiner mehr kauft, dann werden sie auch nicht mehr hergestellt.

 

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