Earth Hour gegen den Klimawandel

Die Earth Hour wurde 2007 vom WWF Australia ins Leben gerufen um ein Zeichen gegen Klimawandel und Artensterben zu setzen. Seitdem findet die weltweite Aktion jedes Jahr statt. Am 24. März 2018 ist es wieder soweit.

Die Earth Hour soll ein weltweit sichtbares Zeichen für einen lebendigen Planeten und mehr Klimaschutz setzen. Der Klimawandel bedroht nicht nur den Lebensraum des Menschen. Steigt die Erderwärmung weiter so an wie bisher, wird etwa jede sechste Tierart vom Aussterben bedroht sein. Nicht nur der Verlust von Lebensräumen durch Anstieg des Meeresspiegels ist dabei eine Gefahr. Durch die klimatischen Veränderungen verändert sich das Nahrungsangebot an Land und in den Ozeanen. Wer sich nicht schnell genug anpassen kann, hat das Nachsehen. Das gilt für Menschen und Tiere gleichermaßen. Klimatische Veränderungen hat es auf der Welt zwar immer schon gegeben. Die Geschwindigkeit, mit der die Erderwärmung aktuell voranschreitet, ist jedoch menschgemacht.

Strom, eine problematische Ressource

Schuld daran ist unter anderem unser gigantischer Energiebedarf. Strom ist keine frei verfügbare Ressource sondern muss aufwendig erzeugt werden. Nicht nur Atomenergie, sondern auch jede andere Art der Energieerzeugung birgt Risiken für Mensch und Umwelt. Kohlekraftwerke etwa sind wahre Klimakiller, da sie den mit Abstand höchsten CO2-Ausstoß verursachen. Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub erhöhen die Umweltbelastung zusätzlich. Da Braunkohle im Tagebau abgebaut wird, müssen gigantische Flächen vernichtet werden, auf denen für Jahrhunderte nichts mehr wachsen kann. Erneuerbare Energien wie Sonnen- und Windenergie oder Wasserkraft verursachen zwar weniger schädliche Emissionen als fossile Energieträger und sind deshalb deutlich umweltfreundlicher. Doch für den Bau von Wasserkraftwerken müssen Flüsse gestaut werden, sodass wertvolle Natur- und Lebensräume verloren gehen. Auch durch Windkraftanlagen werden Habitate zerstört. Außerdem sind die Rotoren eine Gefahr für die Vögel. Allein in den USA werden laut der Fachzeitschrift Nature jedes Jahr bis zu 440.000 Vögel von Windkraftanlagen getötet.

Einfach mal Abschalten

Strom ist daher immer eine problematische Ressource, auch wenn uns die Werbung oft Glauben machen will, dass wir mit Ökostrom, LED-Technik und einem A+++-Kühlschrank so viel Strom verbrauchen können wie wir wollen. Kein Wunder also, dass sich der Stromverbrauch in Deutschland seit den 1990er Jahren sogar um zehn Prozent erhöht hat. Nur Abschalten hilft wirklich dabei, Strom zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Genau darauf will die Earth Hour aufmerksam machen. Am 24. März 2018 ist es endlich wieder soweit. Von 20.30 bis 21.30 werden Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht abschalten. Was sich erstmal gewöhnlich anhört, ist mancherorts ein wahres Spektakel. Wenn auf dem Eiffelturm in Paris oder der Akropolis in Athen plötzlich das Licht ausgeht ist das nicht nur weithin sichtbar. Man spürt dann auch, dass es um eine ernste Sache geht, die uns alle betrifft.

Auch Augsburg macht mit

Auch Augsburg setzt ein Zeichen gegen Klimwandel und Artensterben. Rund 20 Sehenswürdigkeiten werden am 24. März für eine Stunde in Dunkelheit getaucht sein:

• Rathaus Augsburg
• Perlachturm
• Augsburger Dom
• Jakober Tor, Jakobskirche
• Zeughaus
• Annakirche
• St. Pankratius
• Ulrichskirche kath.
• Ulrichskirche evang.
• Peter und Paul
• Wertachbrucker Tor
• Moritzkirche
• Rotes Tor
• Stadtmetzg
• Vogeltor
• St. Georg Haunstetten
• Theater
• Fronhof
• Heilig Kreuz
• Herz Jesu

Und je mehr Menschen mitmachen, desto besser. Wie wäre es zum Beispiel mit einem romantischen Candlelight Dinner oder einem abendlichen Stadtspaziergang? Noch ist Zeit, die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzufedern. Das wird aber nur gelingen, wenn wir alle einen Teil dazu beitragen.

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